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Literatur

Auf dieser Seite finden Sie Texte zum Thema Behinderung bzw. Kurzbeschreibungen einiger ausgewählter Bücher, die Sie bei uns im Büro in Innsbruck und Schwaz kostenlos ausleihen können.

Sie finden bei uns Bücher, Broschüren, Texte zu folgenden Themen:
Gleichstellung, Selbstbestimmt Leben, Barrierefreies Bauen, Beratung Eugenik/Eutanasie/NS, Frau und Behinderung, Sexualisierte Gewalt, People First, Romane/Erzählungen/Lyrik. Reisen, Sexualität, Kinderbücher, Jugendbücher, Schule, Gesetze.


Neue Bücher in unserer Bibliothek:

Behinderung und Krankheit aus philosophischer und lebensgeschichtlicher Perspektive
Christine Riegler; Berlin 2006

Die Autorin verbindet die theoretrische Reflexion existenzieller Themen wie Krankheit, Glück und Leid, Freiheit, Leiblichkeit oder Grenzen mit den Alltagserfahrungen von Menschen mit Behinderung. Anhand problemzentrierter Interviews wird anschaulich, welche Schwierigkeiten die Betroffenen in einer Umwelt haben, die von einer Normalität ausgeht, der sie nie entsprechen können. Die Arbeit hinterfragt die Vorstellung, ein gelingendes Leben setze uneingeschränkte Bedingungen voraus. Sie ist sowohl für Menschen mit als auch ohne Behinderung wichtig. Als Experten in eigener Sache sprechen behinderte Menschen selbst; sie werden sichtbar ohne den Filter von außen.


Crazy. Roman
Benjamin Lebert; Köln 2001

Benjamin Lebert wird von seinen Eltern im Internat Neuseelen abgeliefert. Er ist 16 und dies ist seine letzte Chance auf die Oberstufe. Wegen einer Halbseitenlähmung ist er schwach in Mathe. Und auch sonst macht ihn die Behinderung zum Grübler in der neuen Clique. Dafür findet Janosch, sein Zimmerkollege und Anführer der Gruppe, Benjamin "crazy". Und auch der Rest der Gruppe ist mit dem eigenen Crazy-Sein und der Frage des Erwachsenwerdens beschäftigt.


Namenlos. Geistig Behinderte verstehen
Dietmut Niedecken; Weinheim, Basel, Berlin 2003

Die Autorin geht davon aus, dass "Geistigbehindertsein" kein naturhaftes Ereignis ist, sondern sich in der Auseinandersetzung mit gesellschaftlichen und kulturellen Einflüssen, die durch die primären Objekte an das Kind herangetragen werden, entwickelt. Dietmut Niedecken, die in Hamburg analytische Kinder- und Jugendpsychotherapeutin ist, beschreibt in diesem Buch sehr einfühlsam ihre praktischen Erfahrungen in der Arbeit mit sogenannten "geistig behinderten" Kindern und Jugendlichen.


Medien- und Kulturgeschichte behinderter Menschen.
Sensationslust und Selbstbestimmung
Christian Mürner; Weinheim, Basel, Berlin 2003

Der Autor spannt in diesem Buch einen Bogen vom 16. Jh. bis heute, wenn er Berichte über Menschen mit Behinderungen dokumentiert, welche die Sensationslust des Publikums befriedigten – damals genauso wie in der Gegenwart. In diesen Berichten wurde "Andersartigkeit" abgewertet und Besonderheit bewusst dokumentiert. Heute nehmen Darstellungen mit behinderten Menschen – insbesondere auch in der Werbung – zu und lösen sich langsam von der Orientierung am Kuriosen. Dies lässt auf biografische Perspektiven und ihre Reflexion hoffen und könnte Ausgangspunkt für authentische Reportagen sein.


Schöne, heile Welt? Biomedizin und Normierung des Menschen
Christian Mürner, Adelheid Schmitz, Udo Sierck (Hrsg.); Berlin 2000

Dieser Sammelband problematisiert die aktuellen Visionen vom Menschen nach Maß und die mit ihnen verknüpften Ausschlusskriterien. Er enthält kritische Überlegungen zur politischen Ökonomie der Biomedizin sowie den sie begleitenden Ethikdiskursen und zeigt die Ambivalenz des zunehmend bemühten Begriffs der "Selbstbestimmung".
In diesem Buch werden Themen kritisch beleuchtet, wie z. B. das Streben nach der Perfektionierung des Menschen, pränatale Diagnostik oder Sterbebegleitung und Euthanasie.


Texte zum Download:

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