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Buchpräsentation: TEMPORÄRES DENKMAL -Pozesse der Erinnerung, 4. Dezember 2007
Autor: Gerhard Walter
03.12.2007
Inhaltliche Information: (Franz Wassermann)
Das „Temporäre Denkmal“ hat den Opfern der NS-Euthanasie ein Erinnerungszeichen
gesetzt. Jenen 360 Frauen, Männern und Kindern aus Österreich und anderen europäischen Ländern, die zwischen 1940 und 1942 aus der damaligen „Heil- und Pflegeanstalt für Geistes- und Nervenkranke“ in Hall in Tirol nach Hartheim bzw. Niedernhart deportiert und dort ermordet worden sind.
Das Erinnern selbst ist ein zentrales Thema des „Temporären Denkmals“, dessen Besonderheit auch darin besteht, dass es keinen Anfang und kein Ende hat; dass es einen Prozess zwischen Gegenwart und Vergangenheit darstellt. Reflexionen über das historische Geschehen und das Kunstprojekt selbst werden mit der Projektdokumentation verschränkt. Durch ihr Konzept verweisen diese „Prozesse der Erinnerung“ auf Gegenwart und Zukunft, indem parteiisch eine Haltung zu den „Euthanasie“-Opfern eingefordert und Ansprüche an die Gesellschaft skizziert werden, die oft genug am Umgang mit „abweichendem Verhalten“ zu scheitern drohen. Betont wird die gesellschaftliche Verantwortung für die Erinnerung.
Buchpräsentation zum gleichnamigen Kunstprojekt und Gespräch in Zusammenarbeit mit dem Ferdinandeum Innsbruck:
4. Dezember 2007, 18 Uhr
Museumstr. 15, Innsbruck
Einführungen:
Horst Schreiber, Historiker und Michael-Gaismair-Gesellschaft
Markus Neuwirth, Kunsthistoriker am Inst. für Kunstgeschichte, Universität Innsbruck
Das Buch ist ab jetzt im Buchhandel und bei Amazon erhältlich.
Andrea Sommerauer/Franz Wassermann (Hrsg.)
Temporäres Denkmal - Prozesse der Erinnerung
Michael-Gaismair-Gesellschaft, Tiroler Studien zu Geschichte und Politik, Band 7,
herausgegeben von Horst Schreiber und Alexandra Weiss
320 Seiten, fest gebunden
€ 19.90/sfr 34.90
ISBN 978-3-7065-4375-0
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